*Triggerwarnung: Sexuelle Gewalt*

Das Mädchen Zizha wurde von ihrem Vater missbraucht und hat ihre Sprache verloren. In einem poetischen Gedankenstrudel verarbeitet sie das Erlebte. Yvonne Vera – eine Koryphäe moderner afrikanischer feministischer Literatur – bricht mit ihrem Roman viele Tabus.


I am the opposite of life. I am silence.
(Yvonne Vera in Under the Tongue)


Das Mädchen Zizha lebt mit ihrer Großmutter im städtischen Simbabwe kurz vor der Unabhängigkeit 1980. Zizha spricht nicht mehr – sie wurde von ihrem Vater wiederholt vergewaltigt. In einem inneren Monolog voller Metaphern, Mythen, Natur- und Körperbildern verarbeitet sie das Erlebte.

Yvonne Vera bricht mit ihrem 1996 erschienenen Roman “Under the Tongue” (Baobab Verlag) viele Tabus und schreibt gegen ein nationalistisches, patriarchales Narrativ an. Wie kann über sexuelle Gewalt geschreiben werden? Welche Sprache braucht es dafür? Was löst sie in den Leser*innen aus? Yvonne Vera legt ihren Finger in viele Wunden, rüttelt auf und schlägt doch einen behutsamen und poetischen Weg ein, der Zizha zurück zu ihrem Traumata – und damit ein Stück in Richtung Heilung – führt.

Wir diskutieren den aufwühlenden Roman aus Simbabwe, das Schreiben über sexualisierte Gewalt in Literaturen, und die Gegenerzählung, die Frauen* damit zu nationalistischen und patriarchalen Erzählungen schaffen.

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